Internate in Großbritannien

Internate

In der Regel sind die Internatsschulen Public Schools, d. h. Schulen in privater Trägerschaft, die sich ohne staatliche Zuschüsse auf dem freien Bildungsmarkt der Konkurrenz anderer freier und auch staatlicher Schulen stellen müssen.
Die Qualität des Produktes „Erziehung“ wird so zum entscheidenden Maßstab für den Erfolg der Schulen. Nur wer eine gute Ausbildung und Erziehung bietet, kann auf dem Markt bestehen. Eine gute Ausbildung bedeutet aber auch eine intensive Betreuung des Schülers. Diese ist am besten in einer Internatsschule möglich. Unterrichtet wird in kleinen Lerngruppen, in der Sixth Form (Oberstufe) ist eine Lehrer-Schüler-Relation von 1:8 normal. Der Unterricht richtet sich nach landesweit verbindlichen Curricula. Die Abschlußprüfungen werden von den regionalen Examination Boards überwacht.

Neben dem verpflichtenden Unterrichtsteil bietet eine Internatsschule den richtigen Rahmen für sportliche Aktivitäten – Sport gehört zu normalen Tagesablauf – und ein breites Spektrum an künstlerischen Betätigungen an. Außerdem ist in vielen Schulen auch ein Dienst an der Gesellschaft, der sogenannte Community Service, ein fester Bestandteil der Erziehung. Erklärtes Ziel der Internatsschulen ist es, den einzelnen Schüler als ganze Person zu fördern: das Leben in einer Gemeinschaft erzieht zu Toleranz, Rücksichtnahme und Selbstdisziplin, aber auch zu einem hohen Maß an Selbständigkeit und Selbstverantwortung – und das bei einem beachtlichen akademischen Anspruch.

Wann ist ein Aufenthalt sinnvoll?

Grundvoraussetzung für einen Aufenthalt sollten Sprachkenntnisse sein, die ein Zurechtfinden in den Alltagssituationen des (Schul-)Lebens ermöglichen. Hilfestellungen werden von vielen Public Schools in diesem Punkt angeboten.

Seit der Einführung von G8 – der Verkürzung der Gymnasialzeit von bisher neun auf acht Jahre – ist die prüfungsfreie Jahrgangsstufe 11 als klassisches Auslandsjahr weggefallen. Damit bietet sich nun ein Auslandsaufenthalt in der 10. Klasse, was in allen Bundesländern möglich ist. In einigen Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Schleswig-Holstein) ist ein Auslandsaufenthalt auch noch im ersten Halbjahr der Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 11) unter besonderen Auflagen (bei G8) möglich. Wichtig ist in diesen Fällen, rechtzeitig mit der Schule auf der Basis der jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen alle Möglichkeiten auszuloten, um eine praktikable Lösung zu finden.
Der persönliche Gewinn durch einen Auslandsaufenthalt ist sehr groß, daher hat auch die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) festgelegt, dass die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes während der gymnasialen Oberstufe beim Nachweis entsprechender Leistungen weiterhin bestehen soll (siehe hierzu die „Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II“ in der Fassung vom 06.06.2013).

Möglich ist ein Aufenthalt für ein Term, zwei Terms oder ein Jahr, aber auch für zwei Jahre inklusive GCE A-Level Abschluss. An einigen Schulen kann nach zwei Jahren mit dem IB (International Baccalaureate) abgeschlossen werden. Dies entspricht der allgemeinen Hochschulreife.

Anforderungen an einen Bewerber

Ideal ist der Aufenthalt an einer englischen Schule während der deutschen 10. Klasse (also nach Abschluss der 9. Klasse). Der Besuch der englischen Oberstufe sollte dann keine gravierenden Probleme bereiten, da die sprachlichen wie auch die fachlichen Voraussetzungen mit der Versetzung in die 10. Klasse etwa den Anforderungen entsprechen, die auch an englische Bewerber gestellt werden. Immer häufiger führen die englischen Schulen Eingangstests durch, um die Interessenten richtig einzustufen.

Grundsätzlich ist aber der Besuch einer englischen Schule in jeder Jahrgangsstufe möglich.

Wir informieren ausführlich zu allen Möglichkeiten.

Kosten für einen Internatsaufenthalt in England

Das Schuljahr in England ist in drei Trimester unterteilt („Terms“), wobei ein Trimester zwischen £ 10.000 und £ 12.000 kostet (für Unterricht, Unterkunft, Verpflegung und die meisten Freizeitaktivitäten).

Anmeldefristen

Es gibt keine Anmeldefristen, aber es sollten trotzdem mehrere Wochen für das Anmeldeverfahren sowie die Auswahl der richtigen Schule eingeplant werden. Für Schulen mit hohem Bekanntheitsgrad sollte man eine Vorlaufzeit von mindestens einem Jahr einkalkulieren.